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Tourenbericht der Pyrenäen Wanderung/ Trekking Tour 2011
Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
5. Etappe
6. Etappe
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Fotos
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 
Abreise
Einleitung:
Diesmal begleitete mich mein Freund Olaf für ein paar Tage. Er hat nicht viel Zeit, darum gehe ich erstmal alleine und treffe mich ein paar Tage später mit ihm. Ich  fahre- wie so oft-  mit dem Zug, er kurvt  mit dem Auto in Richtung Pyrenäen.  Verabredet sind wir am Embassada de Senet, oder falls ich dort nicht "Pünktlich" ankomme, an der Refugi Conangles.
Die Tour führt oft über "Nebenwege". Start war das Ende des Valle du Lis in der Nähe von Bagneres de Luchon. In den Cirque de Crabioules geschnuppert. Über die "grüne" Grenze (Port Vieil) ging es nach Spanien ins das Vall de Benasque.  Ich versuchte mein Glück am Coll de Salenques, scheiterte dort jedoch zum zweiten Mal. Gemeinsam mit Olaf  durchquerte ich das Ferenui Tal in Richtung Besiberri... ein Sturz und mit Verletzter hand ..... am Estany de Rius und Estany de Mar vorbei  in den Parc Nacional d'Aigüestortes i Estani de Sant Maurici und dort auf dem südlichen Teil des Carros de Foc bis zum Estany de St. Maurici- dem Eingangstor des Nationalpark d'Aigüestortes in der Nähe von Espot.
So richtig glücklich fühle ich mich dieses Jahr nicht. Trotzt meist sehr gutem Wetter hat einiges nicht geklappt..... na ja "Umkehrer" hab ich ja immer ... aber dieses Jahr ..... hatte ich besonders wenig "Mut" und "Ehrgeiz"....... und dazu verletzte sich Olaf an der Hand....
 
Insgesamt waren es dieses Jahr ca. 135 km und ca. 21.573Höhenmeter:
11231 m bergauf, 10242 m bergab (laut GPS- Track Analyse) in 11. Etappen
Höhenprofil der Tour- klick-
Zu den Fotos der Tour
Als Internetversion- 900pix Breite
Als PDF- Download- 1600pix- (116 MB)
Panoramen- noch in Arbeit ( im Video /PDF schon vorhanden)
Die Fotos als HD Video bei Youtube
Die Tour mit
 mit Wegpunkten in
google maps
Mit dem GPS - Tracklog  
kann die Tour mit Google Earth über Gipfel und durch Täler nachgeflogen werden.
--  als kml  Datei
 Karten
Ich nutzte-
Topo Pirineos 4 (freie  Karte fürs Garmin und PC)
Memory map Pyrenees &South/West France (französische IGN auf DVD-1:25:000)  
Editorial Alpina: Maladeta 1:25.000 (CD)
  Editorial Alpina: Val d'Aran 1:40.000 (CD)
Papierkarten im Rucksack:
Kartenausdrucke in 1:30.000 (Umgebung des geplantem Tour)
Carte de Randonnees Rondo Edition :
Nr. 22 Pica d' Estats- Aneto 1:50.000
"mehr zu Karten"
Zu Beschreibungen der Refuge/ Refugio/ Übernachtungsplätze -- folgt
 
Anreise: 6/ 7. September. 2011- Köln - Paris -Bagneres de Luchon- Vall du Lies
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
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Fotos
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 Abreise
 
Wie so oft mit dem Zug. Mit wenigem Umsteigen und Wartereien fahre ich nach nach Luchon, welches sich auf der französischen Seite der Pyrenäen befindet. Luchon läst sich gut erreichen und ist guter Ausgangpunkt zum Wandern.
  • Mit dem Thalys von Köln (16:42) nach Paris Nord (19:59)- 29€
  • Dann mit der Metro Nr. 5 (Richtung Place d'Italie) zum Gare de Austerlitz- 1,50€
  • Dort fährt der Nachtzug um 22:56  Richtung Pyrenäen- Toulouse Matabiau (6:44)
  • Von Toulouse Matabiau (7:30), nach Bagneres de Luchon (9:58)- weiter dem Zug - insgesamt für 62,90€
Trotz oder wegen der Rappelei im Liegewagen schlafe ich gut, den Rest der Zugfahrt verbringe ich lesend, dösend, aus dem Fenster schauend und teils Gummizeugs naschend. Die letzen Zugkilometer sind eine Interassante Fahrt durch schmale Täler, vorbei an Bächen und kleinen Ortschaften über alte und kräftig klappernde Gleise.
Luchon- es ist ein schöner, sonniger Morgen. Viele Menschen sind unterwegs, obwohl es  Nachsession ist- Luchon ist ein Ausflugsziel und Thermalbad. Ich kaufe noch ein Baguette für die Tour. Frühstücke- eine kalte Pizza aus der Bäckerei, trinke einen Kaffee, telefoniere kurz mit Christiane und suche die Touristeninformation. Dort angekommen bestelle ich mit ein Taxi.
Um 13 Uhr stehe ich am Wanderparkplatz am Ende des Vallee du Lies.
 

1. Etappe: 07. 09.2011- Valle du Lis- Cirque de Grabioules- Bivac ein gutes Stück unterhalb der Refuge de Maupas
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
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11.Etappe
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Noch einen Espresso an der Auberge, einmal auf Klo, dann geht es los- 300m nach der Auberge gehe ich nach rechts- schnell tauche ich in einen Wald ein. Es sind optimale Bedingungen für die Tour, trocken, nicht zu warm- richtig angenehmes Wetter zum Wandern. Die Höhe zu Beginn ist bei 1150m. Der Pfad ist gut sichtbar und hat keinerlei Probleme. Auf 1550m Höhe biege ich  Richtung Cirque de Crabioules ab, der Weg wird schmaler und interessanter. Führt aus dem Wald hinaus in grasbewachsenes Gelände. Wegspuren sind schwach zu erkennen, ab und zu gibt es mal einen Steinmann, und schöne Blicke in den Cirque. Die meisten schauen sich hier wohl "nur" die Gouffre d' Enfer an (Youtube Canyoning Film- schön). Ich will hier noch ein wenig hochsteigen und einen Blick in den Cirque werfen- und den Cirque  vielleicht je nach Gelände auch umrunden um bis zur Refuge de Maupas zu gelangen- so hab ich mir es jedenfalls zuhause ausgedacht. Je höher ich steige desto zweifelnder werde ich. Ein Pfad ist kaum noch erkennbar, das Gelände jedoch unproblematisch, der Blick in den Cirque wunderbar. Das gehen macht Spaß, und doch bin ich mir Unsicher.  Die einzige Info über diesen Weg waren Karten, in der französischen IGN ist die Umrundung nicht durchgehend eingetragen... in den spanischen Karten und der Topo Pirineos ist ein Weg durchgehend eingezeichnet .... .
Auf 2050m steh ich nun grübelnd herum, und merke das mir nur ein eingezeichneter Weg in einer Karte nicht reicht, auch weil den Pyrenäen Karten nicht immer zu trauen ist. Eigentlich sieht alles aus der Entfernung nicht beängstigend aus... .
Das fängt ja gut an- grad mal drei Stunden unterwegs und ich kneife- obwohl es eigentlich gar keine Probleme gibt. Nun ja, Ehrgeiz ist nicht meine Stärke, bei mir überwiegt doch oft die Vorsicht. Ich überlege den Cirque unterhalb der Steilstufe zu queren, ich müsste "einfach" durchs (steile) Grasgelände absteigen, über Bach  und  auf der anderen Seite hoch- dort scheint ein Pfad zu sein der zur Station de Prat- Long führt (in der IGN eingezeichnet), aber auch da kneife ich. Mutlos und ohne Ehrgeiz und übervorsichtig- aber besser als zu Risikoreich - vor allem da hier sonst niemand unterwegs ist.
Also Retour.
Auf ca. 1335 m zweige ich ab, um nicht ganz ins Tal absteigen zu müssen, ein guter Pfad führt durch den Bois de Superlenc, der zum Plateau de Artigue führt. Dort auf unproblematischen Wegen aufwärts, vorbei an ein paar schönen Wasserfällen. Auf 1680m wende ich mich nach Westen (gradaus geht es weiter zum Col de Pineta), und schaue mich nach einem halbwegs graden Platz um, es wird Zeit das Zelt aufzubauen. Um kurz nach Sieben schlage ich mit einem Stein die Heringe in den Boden. Der übliche Ablauf beginnt, Lager bauen, Wasser holen, bisschen  Waschen, Essen kochen, Tee trinken.
Nein- ich bin nicht unzufrieden, ein schöner Tag Endet.
 
Ich bin ein wenig enttäuscht das ich nicht den Cirque de Crabioules umrundete, ich glaube nicht  das ich auf ernsthafte Probleme gestossen wäre.....
Der Pfad ist in der Editorial Alpina- Posets ( nur der Cirque) eingezeichnet, in Topo Pirineos 4 durchgehend,  in der franz. IGN ist der Pfad  durch den Cirque nur zum Teil eingezeichnet
 
Tourdauer:           06:00 Std.
höchste Höhe:       2056  m
Bergauf:                  1540 m
Bergab:                     830 m
Länge:                     13,4 km
 

2 Etappe : 08.09.2011- Bivac 1 bis zum Bivac am Torrente de Gorgutes
Einleitung
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Um 8:45 ist das Zelt und der ganze andere Kram wieder im Rucksack. Jetzt ist es noch ein wenig frisch, der blaue Himmel läst jedoch einen schönen Tag erwarten. Problemlos folge ich einem gut sichtbarem Pfad. Auf 1875 m zweigt dieser südlich ab, ab jetzt geht es stetig bergauf, mal auf einfachem Weg, mal durch rutschiges Geröll, aber nicht wirklich schwierig. Auf der anderen Talseite ist der Pic de Cecire mit dem GR 10 Richtung Luchon gut zu sehen. Auf 2310m wieder ein Richtungswechsel. Etwas oberhalb befindet sich die bewirtschaftete Refuge de Maupas. Ich möchte aber weiter zum Lac Bleu, der Pfad ist markiert (blau) und sowieso nicht wirklich zu verfehlen. In dem abfallenden Gelände sind mehrere kleine Seen versteckt, der Lac Vert hier ist gut sichtbar, der Lac Bleu liegt etwas versteckt in einem Felskessel. Dort ist es Zeit für eine Mittagspause- Siesta.
 Ausgeruht und satt folge ich dem nun ansteigenden Weg, der Pic de Graves muss auf schmalen, ausgesetztem Pfad umrundet werden. Teilweise sind Sicherungen angebracht.
Kurz darauf erreiche ich den Lac Charles-2291m. Der gut sichtbare Weg führt "links" zu einem weiteren See, dem Lac Celinda. Hier- am Lac Charles- verlasse ich diesen Pfad und die markierten Wege, über das Port Vieil will ich  ins Vall de Benasque steigen. Ich blicke mich suchend nach einem Steinmann und Spuren um, erkenne erstmal nichts, und finde dann schwache Spuren und ab und zu mal einen Steinmann. Diese Zeichen Stimmen nicht mit der Karte  überein, jedoch folge ich den Spuren. Die ersten Meter bis ich es mal über die "Kuppe" geschafft habe, ständig suchend, dann  Weglos im Hang. Ab und zu komme ich an einem Steinmann vorbei. Unten am Bach erkenne ich auch ab und zu mal einen Steinhaufen (=Mann), ich bleibe jedoch hier im Hang. Bei 31 T 301930 4730585 erreiche ich eine kleine Namenslose  Nothütte - vielleicht 3-höchstens 4 Personen haben halbwegs gemütlich Platz. Stehhöhe hat sie nicht, aber sauber ist Hütte (in den Karten ist diese nicht eingezeichnet).
Ich bin hier recht langsam unterwegs, es ist halt Weglos. Und es wird beschwerlicher, reichlich rutschiges Geröll und steil aufwärts zum Port Vieil ( oder Puerto Biello), den ich schwitzend und keuchend auf 2684m erreiche.
Das Vall de Benasque mit dem höchsten Berg der Pyrenäen liegt vor mir. Die ersten Meter Abstieg sind nicht einfach, vorsichtig gehe ich  den steilen Abhang hinunter. Und wieder reichlich Geröll. Ich verliere die Steinmänner aus dem Blick, Spuren gibt es sowieso nicht mehr und etwas weiter vor mir fällt das Bachbett des Torrente de Gorgutes ins Tal- "da geht es nicht lang, viel zu Steil", sag ich zur mir.
Ich halte nun mich an den GPS Track, erreiche schönes, grünes Gras, nirgendwo aber ein Zeichen. Ich vertraue weiter dem Track und folge diesem,  plötzlich stürzt das Gelände ab, unmöglich da abzusteigen. Mir bleibt nichts anderes übrig als bis zum letztem Zeichen zurückzugehen, zum Glück sind es nur 300m - irgendwie habe ich aber keine Idee wo es lang gehen soll.... .
Am letztem Steinmann angekommen-  und dann noch einer.... sie führen mich durch das Geröll dem Torrente de Gorgutes entlang- ich sehe nun etwas klarer, - steil, sehr steil, (Höhe ca. 2370m), doch ist es hier möglich durch die vom Bach geschaffene Rinne abzusteigen. Trittspuren sind auch wieder erkennbar und das gibt mir etwas Sicherheit. Vorsichtig klettere ich hinab- die Hände brauch ständig. Gut das der Bach nicht so viel Wasser führt.
Das Gelände beruhigt sich, mehrere Bäche fliesen zusammen (ca. 2160m), am Ausgang des kurzen Tales ist ein guter Platz für das Zelt.
Die Schatten werden lang, Wolken bilden sich über dem Maladeta, dazu ein kräftig blauer Himmel- ein wunderbarer Blick auf den höchsten Berg der Pyrenäen, dem Aneto (3404m).
 
Bis zum Lac de Celinda eine unproblematische Wanderung, dann weglos und schlecht Markiert. Der An und Abstieg zum Port Vieil ist nicht unschwierig
Der Pfad ist in der Editorial Alpina: Maladeta und Topo Pirineos 4 durchgehend eingezeichnet
 
Tourdauer:          09:15 Std.
höchste Höhe:       2056  m
Bergauf:                 1270 m
Bergab:                    845 m
Länge:                     10,5 km
 

3. Etappe: 09.09.2011- Torrente de Gorgutes bis Bivac unterhalb des Coll de Barrancs/ Coll de Salenques
Einleitung
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Der Abstieg in das Valle de Benasque hat keine Probleme, ich gehe auf gut sichtbaren Spuren und auf  unproblematischen Pfaden. Die ersten Meter folge ich einem Pfad direkt am Bach, der hier von Fels zu Fels in Tal fällt. bei den ersten Bäumen kommen mir ein paar Tageswanderer entgegen. Auf 1795m Höhe erreiche ich die A 139, die Straße führt nach Benasque.  Einige Autos parken hier.
Ich bleibe nur wenige Meter  auf dem Asphalt, schwenke dann nach links,  einen kleinen Abhang hinunter, und ereiche das
Plan de Hospital. Nun folgt ein schöner Spaziergang, ebenes Gelände und Grasflächen durch die der Rio Esera gemächlich plätschert. Vorbei am Hospital de Benasque. Danach doch ein paar Steigungen und La Besurta ist ereicht (1900m- bis hier fährt ein Shuttle Bus in der Session). Der Kiosk hat auf - ein guter Anlass für eine Pause mit Chips und Cola. Über mir der Pic de Aneto  - mit 3404m der höchste Berg der Pyrenäen. Und der zieht natürlich Besucher an - mal den höchsten Berg sehen-  an und so bin ich hier nicht alleine, aber jetzt im September ist hier nicht so viel los das es ungemütlich ist.
Weiter geht's.... Richtung Forau de Aiguallut- hier sammelt sich das Bach- und Schmelzwasser der Umgebung, verschwindet und taucht erst  im Val D' Aran wieder auf und wird dann zum Fluss "Garonne". Und weiter zum Plan de Aiguallut, einer im Frühjahr überfluteten Fläche- jetzt kurvt der Bach hindurch. Besurta und Plan de Aiguallut ist der kurze Spaziergang der Tageswander- im Sommer reichlich- jetzt geht es so. Einsam wird es hier jedoch selten sein. Links der Fläche führt der HRP zum Col de Mulleres, die schwierigste HRP Etappe. Rechts beginnt das Vall de Barrancs. Über beide Täler kann das Tal des Riu Noguera Ribagorcana erreicht werden- ich gehe Richtung Barrancs/ Salenques. Am Ende des Tales beginnt die "Cresta de Salenques- Tempestades". eine Klettertour über den Kamm Richtung Pic de Aneto- youtubeVideo.
Das ist wird zweiter Versuch über den Coll de Salenques zu wandern - 2005 kehrte ich um, hatte Problem mit allem- Orientierung, Kraft und Ausdauer. Dieses Jahr will  über diesen Pass!
Ich gehe über die kleine Ebene, ein Schild zeigt den Einstieg in das Vall de Barrancs an- zwischen zwei großen Felsen hindurch. Steige über ein paar Blöcke, Grünzeug wuchert. Komme am Bach an. mal gibt es hier deutliche Trittspuren, mal muss die Richtung gesucht werden- ein klarer und gut markierter Pfad besteht nicht. Ein wenig unübersichtlich hier. Auf 2300m wird der Weg wieder klarer und dann ganz ungemütlich, Geröll und Blöcke durchgehend bis zum Coll de Barrancs (2497m). Von hier sehe ich den Coll de Salenques und "Cresta". Mal schauen ob ich diesmal über den Pass komme. jedenfalls ist dies auch ein hochalpines, steiniges Gelände, und die letzen Meter zum Coll erscheinen mir sehr steil.
Bevor ich mir Gedanken über den Aufstieg mache muss ich jedoch erstmal vom Coll de Barrancs absteigen. Ein zum Teil recht steiler Abstieg, Weglos natürlich und die Steinmänner zeigen mal dort mal da lang an- also suche ich meinen eigenen Pfad.
Um 17:00 der kurze Abstieg ist  geschafft, ich überlege noch 3 Liter Wasser zu zapfen, dann weiter Aufzusteigen und unterhalb des Collada auf so 2800m zu bivacieren, ich bin jedoch zu müde und groggy und hab keine Lust weiter zugehen. Überall Felsen und Geröll, doch ein streifen Gras wächst hier und sogar eine eine Stelle an der ich das Zelt grade aufbauen kann (2415m). Ich bin zu lustlos mir den Estani de Barrancs anzuschauen, gehe so nur zum Bach und hole Wasser. Koche etwas und leg mich schnell ins Zelt- obwohl es noch "früh" ist- ich bin müde. Das Wetter ist weiter sehr gut, selbst am Abend wird es nicht so schnell kühl.
 
Vom Bivac am Morgen bis zum Einstieg in das Vall de Barrancs einfache Wanderung.
Ab dann ist etwas Orientierungssinn und Trittsicherheit gefordert
Der Pfad ist in der Editorial Alpina: Karten  (z. B. Maladeta) und Topo Pirineos 4 durchgehend eingezeichnet
 
Tourdauer:          06:30 Std.
höchste Höhe:       2456 m
Bergauf:                  900 m
Bergab:                   570 m
Länge:                    13,2 km

4.Etappe: 10.09.2011- Bivacplatz- Coll de Salenques- Umkehr- Coll de Mulleres-  Refuges de Conangles
Einleitung
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In der Nacht wache ich mehrfach auf, das Zelt flattert im Wind und macht Lärm, ich jedoch bin ich zu Faul noch mal aufzustehen und es etwas straffer zu spannen. Dann ich muss mal Pinkeln und spann das Zelt natürlich nicht nach. Irgendwann zucken Taschenlampen durch das Tal, es ist noch Stockduster, doch ein paar Spanier steigen schon zur Cresta de Salenques- Tempestades auf. Gut geschlafen habe ich nicht.
Doch bin ich schon recht früh auf dem Weg- um 8 Uhr gehe ich aufwärts. Die Sicht ist gut und das erste Ziel der Coll de Salenques klar erkennbar. Eigentlich alles ohne Probleme- die mach ich mir dann selbst. Ich werde mal wieder unsicher. Die letzten Meter zum Coll de Salenques sehen mal sehr steil und unbezwingbar aus (für mich). Mal scheint der Coll gut machbar. Das kenne ich ja schon von der 2005er Tour. Deutlichen Spuren folge ich einem langen Geröllhaufen bergan, und je höher ich steige- je unsicherer fühle ich mich. Kein Mensch in der Nähe, recht steiles wegloses Blockgelände, dann dieser blöde und steile Coll- und wie wird bloß die andere Seite aussehen.....
Ich kriege es wieder nicht hin- das zweite mal das ich hier umkehre- auf 2721m dreh ich um, knapp 90m unterm Coll.
 
Am nächsten Tag kann ich aus der Entfernung die andere Seite des Coll de Salenques sehen
-Foto- das scheint ein langer, sehr steiler Abstieg zu sein.....
Informationen über diese Möglichkeit in das Noguera Ribagorcana Tal zu wandern gibt es kaum, eine kurze Beschreibung in einen Kev Reynolds Wanderführer und der Pfad ist in den Karten eingetragen.
 
Langsam hab ich Terminnot- heute Nachmittag ist das Treffen mit Olaf geplant, am See "Embassada de Senet". Die einzige Möglichkeit dort hoffentlich bis zum Abend anzukommen ist der Weg über den Coll de Mulleres, mit 2928m der zweithöchste Pass auf dem HRP und meiner Meinung nach die schwierigste Etappe des HRP. .Jetzt ist es 9:30- Gehzeit der Etappe ist ca. 8 Stunden- plus den jetzigen Rückweg- vor 20 Uhr werde ich dort sicherlich nicht eintreffen.
Ich versuche so recht zügig, aber doch sicher weiterzukommen. Um 12:20 erreiche ich das Plan de Aiguallut (2050m). Obwohl mir die Etappe bekannt ist muss ich doch immer wieder mal den Pfad suchen, mal sind jedoch auch gute Spuren sichtbar. Vorbei am Riu de Escaleta und ohne Probleme bis zu dem Beginn des - ich nenn es mal Plateau (2665m). Auf den glatten Felsen fehlen dann Spuren, ab und zu gibt es mal einen Steinmann- eigentlich geht es der Nase lang Richtung Coll. Es wird nun doch sehr beschwerlich, große Felsen und Blöcke muss ich überwinden- ich glaube etwas weiter links, nicht in einer Linie mit dem Tuc de Mulleres wäre der Aufstieg einfacher gewesen. Um 16: 15 Uhr erreiche ich den  Coll de Mulleres- 2928m. Die Aussicht ist fanstatisch.
Der Abstieg aber schwierig - mehrere Meter klettern durch einen kleinen "Kamin" fast senkrecht hinunter- immer mit guten Tritten und Griffen. Dann weiter durch sehr steiles und rutschiges Geröll, es sind einige Meter bis das Gelände nicht mehr so steil ist. Der weitere Weg zieht sich und ist anstrengend, lange Geröll Passagen, steile Abstiege, "bequem" wird es erst tief im Tal.
Um 20:20 Uhr erreiche den Tunnel de Vielha mit der N 230. Mehrfach habe ich versucht Olaf per Telefon zu ereichen, mein Handy macht jedoch Zicken. An dem See wird er sicher um diese Zeit nicht sein, als Ersatztreffpunkt haben wir die Refuge de Conangles verabredet und ich hoffe jetzt das seine Anreise gut Funktioniert hat.
Müde erreiche ich die Refuge um kurz nach neun. Ein paar Gäste sitzen noch beim Abendessen- von Olaf keine Spur...... . Dann kommt er die Treppe herunter und rutscht erstmal auf Socken die Stufen polternd runter. Nicht passiert!. Es gibt einiges zu erzählen und so setzen wir uns zusammen. Ich bin ziemlich kaputt- immerhin  insgesamt 3800 Höhenmeter überwunden und 22km gelaufen. Ich bin daher richtig froh das der Wirt trotz der späten Zeit noch in die Küche geht und mir ein paar Hähnchenschenkel brät.
 
Lange weglose Passagen durch Blockfelder, steile Pässe, wenig Markierungen.
Der Pfad ist in der Editorial Alpina: Karten  (z. B. Maladeta) und Topo Pirineos 4 durchgehend eingezeichnet
 
Tourdauer:            13:12 Std.    
höchste Höhe:          2921m
Bergauf:                   1484m          
Bergab:                    2285m    
Länge:                      22,6km     

5. Etappe-11.09.2011- Refuge de Conangles- Bivac in der unterhalb  des Estanie Roi, an Punkt 2267m
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Tourdauer:            7:15 Std.    
höchste Höhe:       2485m
Bergauf:                1173m          
Bergab:                   441m    
Länge:                  11,1km 
 
 
 

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