Anreise:
6/ 7. September. 2011- Köln - Paris -Bagneres de Luchon- Vall du Lies
Wie so oft mit dem Zug. Mit wenigem
Umsteigen und Wartereien fahre ich nach nach Luchon, welches sich auf der
französischen Seite der Pyrenäen befindet. Luchon läst sich gut erreichen
und ist guter Ausgangpunkt zum Wandern.
-
Mit dem Thalys von Köln (16:42) nach Paris
Nord (19:59)- 29€
-
Dann mit der Metro Nr. 5
(Richtung Place d'Italie) zum Gare de Austerlitz- 1,50€
-
Dort fährt der Nachtzug um 22:56
Richtung Pyrenäen- Toulouse Matabiau (6:44)
-
Von Toulouse Matabiau (7:30), nach Bagneres
de Luchon (9:58)- weiter dem Zug - insgesamt für 62,90€
Trotz oder wegen der Rappelei im Liegewagen
schlafe ich gut, den Rest der Zugfahrt verbringe ich lesend, dösend, aus dem
Fenster schauend und teils Gummizeugs naschend. Die letzen Zugkilometer sind
eine Interassante Fahrt durch schmale Täler, vorbei an Bächen und kleinen
Ortschaften über alte und kräftig klappernde Gleise.
Luchon- es ist ein schöner, sonniger
Morgen. Viele Menschen sind unterwegs, obwohl es Nachsession ist- Luchon ist ein Ausflugsziel und Thermalbad. Ich kaufe noch ein
Baguette für die Tour. Frühstücke- eine kalte Pizza aus der Bäckerei, trinke einen
Kaffee, telefoniere kurz mit Christiane und suche die Touristeninformation.
Dort angekommen bestelle ich mit ein Taxi.
Um 13 Uhr stehe ich am Wanderparkplatz am
Ende des Vallee du Lies.
1. Etappe: 07. 09.2011- Valle du Lis- Cirque de Grabioules- Bivac ein gutes Stück
unterhalb der Refuge de Maupas
Kartenausschnitt Fotos
1. Etappe
Höhenprofil
2.Etappe.gpx
(Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
Noch einen Espresso an der Auberge, einmal auf Klo, dann geht es los-
300m nach der Auberge gehe ich nach rechts- schnell tauche ich in einen
Wald ein. Es sind optimale Bedingungen für die Tour, trocken, nicht zu
warm- richtig angenehmes Wetter zum Wandern. Die Höhe zu Beginn ist bei
1150m. Der Pfad ist gut sichtbar und hat keinerlei Probleme. Auf 1550m
Höhe biege ich Richtung Cirque de Crabioules ab, der Weg wird schmaler
und interessanter. Führt aus dem Wald hinaus in grasbewachsenes Gelände.
Wegspuren sind schwach zu erkennen, ab und zu gibt es mal einen Steinmann,
und schöne Blicke in den Cirque. Die meisten schauen sich hier
wohl "nur"
die Gouffre d' Enfer
an (Youtube Canyoning Film- schön). Ich will hier noch ein wenig
hochsteigen und einen Blick in den Cirque werfen- und den Cirque
vielleicht je nach Gelände auch umrunden um bis zur
Refuge de Maupas zu gelangen- so hab ich mir es jedenfalls zuhause
ausgedacht. Je höher ich steige desto zweifelnder werde ich. Ein Pfad ist
kaum noch erkennbar, das Gelände jedoch unproblematisch, der Blick in
den
Cirque wunderbar. Das gehen macht Spaß, und doch bin ich mir Unsicher.
Die einzige Info über diesen Weg waren Karten, in der französischen IGN
ist die Umrundung nicht durchgehend eingetragen... in den spanischen
Karten und der Topo Pirineos ist ein Weg durchgehend eingezeichnet .... .
Auf 2050m steh ich nun grübelnd
herum, und merke das mir nur ein eingezeichneter Weg in einer Karte
nicht reicht, auch weil den Pyrenäen Karten nicht immer zu trauen ist.
Eigentlich sieht alles aus der Entfernung nicht beängstigend aus... .
Das fängt ja gut an- grad mal
drei Stunden unterwegs und ich kneife- obwohl es eigentlich gar keine
Probleme gibt. Nun ja, Ehrgeiz ist nicht meine Stärke, bei mir überwiegt
doch oft die Vorsicht. Ich überlege den Cirque
unterhalb der Steilstufe zu queren, ich müsste "einfach" durchs (steile)
Grasgelände absteigen, über Bach und auf der anderen Seite
hoch- dort scheint ein Pfad zu sein der zur Station de Prat- Long führt
(in der IGN eingezeichnet), aber auch da kneife ich. Mutlos und ohne
Ehrgeiz und übervorsichtig- aber besser als zu Risikoreich - vor allem da
hier sonst niemand unterwegs ist.
Also Retour.
Auf ca. 1335 m zweige ich ab, um
nicht ganz ins Tal absteigen zu müssen, ein guter Pfad führt durch den
Bois de Superlenc, der zum Plateau de Artigue führt. Dort auf
unproblematischen Wegen aufwärts, vorbei an ein paar schönen
Wasserfällen. Auf 1680m wende ich mich nach Westen (gradaus geht es weiter
zum Col de Pineta), und schaue mich nach einem halbwegs graden Platz um,
es wird Zeit das Zelt aufzubauen. Um kurz nach Sieben schlage ich mit
einem Stein die Heringe in den Boden. Der übliche Ablauf
beginnt, Lager
bauen, Wasser holen, bisschen Waschen, Essen kochen, Tee trinken.
Nein- ich bin nicht unzufrieden,
ein schöner Tag Endet.
|
Ich bin ein wenig enttäuscht das
ich nicht den Cirque de Crabioules umrundete, ich glaube nicht
das ich auf ernsthafte Probleme gestossen wäre.....
Der Pfad ist in der Editorial
Alpina- Posets ( nur der Cirque) eingezeichnet,
in Topo Pirineos 4 durchgehend, in der franz. IGN ist
der Pfad durch den Cirque nur zum Teil eingezeichnet
|
Tourdauer:
06:00 Std.
höchste Höhe:
2056 m
Bergauf:
1540 m
Bergab:
830 m
Länge:
13,4 km
2 Etappe : 08.09.2011-
Bivac 1 bis zum Bivac am Torrente de Gorgutes
Kartenausschnitt Fotos
2. Etappe
Höhenprofil
1. Etappe.gpx
(Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
Um 8:45 ist das Zelt und der ganze andere
Kram wieder im Rucksack. Jetzt ist es noch ein wenig frisch, der blaue
Himmel läst jedoch einen schönen Tag erwarten. Problemlos folge ich einem
gut sichtbarem Pfad. Auf 1875 m zweigt dieser südlich ab, ab jetzt
geht es stetig bergauf, mal auf einfachem Weg, mal durch rutschiges Geröll,
aber nicht wirklich schwierig. Auf
der anderen
Talseite ist der Pic de Cecire mit dem GR 10 Richtung Luchon gut zu
sehen. Auf 2310m wieder ein Richtungswechsel. Etwas oberhalb befindet sich
die bewirtschaftete
Refuge de Maupas. Ich möchte aber weiter zum Lac Bleu, der Pfad ist
markiert (blau) und sowieso nicht wirklich zu verfehlen. In dem abfallenden
Gelände sind mehrere kleine Seen versteckt, der
Lac Vert hier ist gut sichtbar, der
Lac Bleu liegt etwas versteckt in einem Felskessel. Dort ist es Zeit für
eine Mittagspause- Siesta.
Ausgeruht und satt folge ich dem nun ansteigenden Weg,
der Pic de Graves muss auf
schmalen, ausgesetztem Pfad umrundet werden. Teilweise sind Sicherungen
angebracht.
Kurz darauf erreiche ich den Lac
Charles-2291m. Der gut sichtbare Weg führt "links" zu einem weiteren See, dem Lac
Celinda. Hier- am Lac Charles- verlasse ich diesen Pfad und die markierten Wege,
über das Port Vieil will ich ins Vall de Benasque steigen. Ich blicke mich suchend nach
einem Steinmann und Spuren um, erkenne erstmal nichts, und finde dann schwache Spuren und
ab und zu mal einen Steinmann. Diese Zeichen Stimmen nicht mit der Karte
überein, jedoch folge ich den Spuren. Die
ersten Meter bis ich es mal über die "Kuppe" geschafft habe,
ständig suchend, dann Weglos im Hang. Ab und zu komme ich an einem
Steinmann vorbei. Unten am Bach erkenne ich auch ab und zu mal einen
Steinhaufen (=Mann), ich bleibe jedoch hier im Hang. Bei
31 T 301930 4730585 erreiche ich eine kleine Namenslose
Nothütte - vielleicht 3-höchstens 4 Personen haben halbwegs gemütlich
Platz. Stehhöhe hat sie nicht, aber sauber ist Hütte (in den Karten ist
diese nicht eingezeichnet).
Ich bin hier recht langsam unterwegs, es ist halt Weglos. Und es wird beschwerlicher, reichlich rutschiges Geröll und
steil
aufwärts zum Port Vieil ( oder Puerto Biello), den ich schwitzend und
keuchend auf 2684m erreiche.
Das Vall de
Benasque mit dem höchsten Berg der Pyrenäen liegt vor mir. Die ersten
Meter Abstieg sind nicht einfach, vorsichtig gehe ich den steilen
Abhang hinunter. Und wieder reichlich
Geröll. Ich verliere die Steinmänner aus dem Blick, Spuren gibt es sowieso
nicht mehr und etwas weiter vor mir fällt das Bachbett des
Torrente de Gorgutes ins Tal-
"da geht es nicht lang, viel zu Steil", sag ich zur mir.
Ich halte nun mich an den GPS Track,
erreiche schönes, grünes Gras, nirgendwo aber ein Zeichen. Ich vertraue
weiter dem Track und folge diesem, plötzlich stürzt das Gelände ab,
unmöglich da abzusteigen. Mir bleibt nichts anderes übrig als bis zum letztem Zeichen
zurückzugehen, zum Glück sind es nur 300m - irgendwie habe ich aber keine Idee
wo es lang gehen soll.... .
Am letztem Steinmann angekommen- und dann noch
einer.... sie führen mich durch das Geröll dem
Torrente de Gorgutes entlang- ich sehe nun
etwas klarer,
-
steil, sehr steil, (Höhe ca. 2370m), doch ist es hier möglich durch die
vom Bach geschaffene Rinne abzusteigen. Trittspuren sind auch wieder
erkennbar und das gibt mir etwas Sicherheit. Vorsichtig klettere ich hinab-
die Hände brauch ständig. Gut das der Bach nicht so viel Wasser
führt.
Das Gelände beruhigt sich, mehrere Bäche
fliesen zusammen (ca. 2160m), am Ausgang des kurzen Tales ist ein guter
Platz für das Zelt.
Die Schatten werden lang, Wolken bilden
sich über dem Maladeta, dazu ein kräftig blauer Himmel-
ein wunderbarer Blick auf den höchsten Berg der Pyrenäen, dem Aneto
(3404m).
|
Bis zum Lac de Celinda
eine unproblematische Wanderung, dann weglos und schlecht
Markiert. Der An und Abstieg zum Port Vieil ist nicht unschwierig
Der Pfad ist in der Editorial
Alpina: Maladeta und
Topo Pirineos 4
durchgehend eingezeichnet
|
Tourdauer:
09:15 Std.
höchste Höhe:
2056 m
Bergauf:
1270 m
Bergab: 845 m
Länge:
10,5 km
3. Etappe: 09.09.2011- Torrente de Gorgutes bis Bivac unterhalb des Coll de
Barrancs/ Coll de Salenques
Kartenausschnitt Fotos 3. Etappe
Höhenprofil
3.Etappe.gpx
(Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
Der Abstieg in das Valle de Benasque hat
keine Probleme, ich gehe auf gut sichtbaren Spuren und auf unproblematischen
Pfaden. Die ersten Meter folge ich einem Pfad direkt am Bach, der hier von
Fels zu Fels in Tal fällt. bei den ersten Bäumen kommen mir ein paar Tageswanderer entgegen.
Auf 1795m Höhe erreiche ich die A 139, die Straße führt nach Benasque.
Einige Autos parken hier.
Ich bleibe nur wenige Meter auf dem
Asphalt, schwenke dann nach links, einen kleinen Abhang hinunter, und
ereiche das
Plan de Hospital. Nun folgt ein schöner
Spaziergang, ebenes Gelände und Grasflächen durch die der Rio Esera
gemächlich plätschert. Vorbei am
Hospital de
Benasque. Danach doch ein paar Steigungen und
La Besurta ist ereicht (1900m- bis hier fährt ein Shuttle Bus in der
Session). Der Kiosk hat auf - ein guter Anlass für
eine Pause mit Chips und Cola. Über mir der
Pic de Aneto
- mit 3404m der höchste Berg der Pyrenäen. Und der zieht natürlich
Besucher an - mal den höchsten Berg sehen- an und so bin ich hier
nicht alleine, aber jetzt im September ist hier nicht so viel los das es
ungemütlich ist.
Weiter geht's.... Richtung
Forau de
Aiguallut- hier sammelt sich das Bach- und Schmelzwasser der Umgebung,
verschwindet und taucht erst im Val D' Aran wieder auf und wird dann zum
Fluss "Garonne". Und weiter zum
Plan de
Aiguallut, einer im Frühjahr überfluteten Fläche- jetzt kurvt der Bach hindurch. Besurta und Plan de Aiguallut ist der
kurze Spaziergang der
Tageswander- im Sommer reichlich- jetzt geht es so. Einsam wird es hier
jedoch selten sein. Links der Fläche führt der HRP zum Col de Mulleres, die schwierigste HRP Etappe. Rechts beginnt das Vall de
Barrancs. Über beide
Täler kann das
Tal des Riu Noguera Ribagorcana erreicht werden- ich gehe Richtung Barrancs/ Salenques. Am Ende des
Tales
beginnt die "Cresta de Salenques- Tempestades". eine
Klettertour über den Kamm Richtung Pic de Aneto-
youtubeVideo.
Das ist wird zweiter Versuch über den Coll
de Salenques zu wandern - 2005 kehrte ich um, hatte Problem mit allem- Orientierung, Kraft
und Ausdauer. Dieses Jahr will über diesen Pass!
Ich gehe über die kleine Ebene, ein Schild
zeigt den Einstieg in das Vall de Barrancs an- zwischen zwei großen Felsen
hindurch. Steige über ein paar Blöcke,
Grünzeug wuchert. Komme am Bach an. mal
gibt es hier deutliche Trittspuren,
mal muss die Richtung gesucht werden- ein klarer und gut markierter Pfad
besteht nicht. Ein wenig unübersichtlich hier. Auf 2300m
wird der Weg wieder klarer und dann ganz ungemütlich, Geröll und Blöcke
durchgehend bis zum
Coll de Barrancs (2497m). Von hier sehe ich den Coll de Salenques und "Cresta".
Mal schauen ob ich diesmal über den Pass komme. jedenfalls ist dies auch ein
hochalpines, steiniges Gelände, und die letzen Meter zum Coll erscheinen mir
sehr steil.
Bevor ich mir Gedanken über den Aufstieg
mache muss ich jedoch erstmal vom Coll de Barrancs absteigen. Ein zum Teil
recht steiler Abstieg, Weglos natürlich und die Steinmänner zeigen mal dort
mal da lang an- also suche ich meinen eigenen Pfad.
Um 17:00 der kurze Abstieg ist
geschafft, ich überlege noch 3 Liter Wasser zu zapfen, dann weiter
Aufzusteigen und unterhalb des Collada auf so 2800m zu bivacieren, ich bin
jedoch zu müde und groggy und hab keine Lust weiter zugehen. Überall Felsen
und Geröll, doch ein streifen Gras wächst hier und sogar eine eine Stelle an
der ich das
Zelt grade aufbauen kann (2415m). Ich bin zu lustlos mir den Estani de
Barrancs anzuschauen, gehe so nur zum Bach und hole Wasser.
Koche etwas
und leg mich schnell ins Zelt- obwohl es noch "früh" ist-
ich bin müde. Das Wetter ist weiter sehr gut, selbst am
Abend wird es nicht so schnell kühl.
|
Vom Bivac am Morgen bis zum
Einstieg in das Vall de Barrancs einfache Wanderung.
Ab dann ist etwas
Orientierungssinn und Trittsicherheit gefordert
Der Pfad ist in der Editorial
Alpina: Karten (z. B. Maladeta) und
Topo Pirineos 4
durchgehend eingezeichnet
|
Tourdauer:
06:30 Std.
höchste Höhe:
2456 m
Bergauf:
900 m
Bergab:
570 m
Länge: 13,2 km
4.Etappe:
10.09.2011- Bivacplatz- Coll de Salenques- Umkehr- Coll de Mulleres- Refuges de Conangles
Kartenausschnitt Fotos 4. Etappe
Höhenprofil
4.Etappe.gpx
(Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
In der Nacht wache ich mehrfach auf, das
Zelt flattert im Wind und macht Lärm, ich jedoch bin ich zu Faul noch mal aufzustehen und es
etwas straffer zu spannen. Dann ich muss mal Pinkeln und spann das Zelt
natürlich nicht nach. Irgendwann zucken Taschenlampen
durch das Tal, es ist noch Stockduster, doch ein paar Spanier steigen schon
zur Cresta de Salenques- Tempestades auf. Gut geschlafen habe ich nicht.
Doch bin ich schon recht früh auf dem Weg-
um 8 Uhr gehe ich aufwärts. Die Sicht ist gut und das erste Ziel der
Coll de Salenques klar erkennbar. Eigentlich alles
ohne Probleme- die mach ich mir dann selbst. Ich werde mal wieder
unsicher. Die letzten Meter zum Coll de Salenques sehen mal sehr
steil und unbezwingbar aus (für mich). Mal scheint der Coll gut machbar. Das
kenne ich ja schon von der 2005er Tour. Deutlichen Spuren folge ich einem
langen Geröllhaufen bergan, und je höher ich steige- je unsicherer fühle
ich mich. Kein Mensch in der Nähe, recht steiles wegloses Blockgelände, dann
dieser blöde und steile Coll- und wie wird bloß die andere Seite
aussehen.....
Ich kriege es wieder nicht hin- das zweite
mal das ich hier umkehre- auf 2721m dreh ich um, knapp 90m unterm Coll.
|
Am nächsten Tag kann ich aus der
Entfernung die andere Seite des Coll de Salenques sehen
-Foto-
das scheint ein langer, sehr steiler Abstieg zu sein.....
Informationen über diese
Möglichkeit in das Noguera Ribagorcana Tal zu wandern gibt es
kaum, eine kurze Beschreibung in einen Kev Reynolds Wanderführer
und der Pfad ist in den Karten eingetragen.
|
Langsam hab ich Terminnot- heute Nachmittag
ist das Treffen mit Olaf geplant, am See "Embassada de Senet". Die einzige
Möglichkeit dort hoffentlich bis zum Abend anzukommen ist der Weg über den
Coll de Mulleres, mit 2928m der zweithöchste Pass auf dem HRP und meiner
Meinung nach die schwierigste Etappe des HRP. .Jetzt ist es 9:30- Gehzeit
der Etappe ist ca. 8 Stunden- plus den jetzigen Rückweg- vor 20 Uhr werde
ich dort sicherlich nicht eintreffen.
Ich versuche so recht zügig, aber doch
sicher weiterzukommen. Um 12:20 erreiche ich das Plan de Aiguallut (2050m).
Obwohl mir die Etappe bekannt ist muss ich doch immer wieder mal den Pfad
suchen, mal sind jedoch auch gute Spuren sichtbar. Vorbei am
Riu de
Escaleta und ohne Probleme bis zu dem Beginn des -
ich nenn es mal Plateau (2665m). Auf den glatten Felsen fehlen dann
Spuren, ab und zu gibt es mal einen Steinmann- eigentlich geht es der Nase
lang Richtung Coll. Es wird nun doch sehr beschwerlich, große Felsen und
Blöcke muss ich überwinden- ich glaube etwas weiter links, nicht in einer
Linie mit dem
Tuc de Mulleres wäre der Aufstieg einfacher gewesen. Um 16: 15 Uhr
erreiche ich den Coll de Mulleres- 2928m. Die
Aussicht ist
fanstatisch.
Der Abstieg aber schwierig - mehrere Meter
klettern durch einen kleinen "Kamin" fast senkrecht hinunter- immer mit guten
Tritten und Griffen. Dann weiter durch sehr steiles und rutschiges Geröll,
es sind einige Meter bis das Gelände nicht mehr so steil ist. Der weitere
Weg zieht sich und ist anstrengend, lange Geröll Passagen, steile Abstiege,
"bequem" wird es erst tief im Tal.
Um 20:20 Uhr erreiche den Tunnel de Vielha
mit der N 230. Mehrfach habe ich versucht Olaf per Telefon zu ereichen, mein
Handy macht jedoch Zicken. An dem See wird er sicher um diese Zeit nicht
sein, als Ersatztreffpunkt haben wir die Refuge de Conangles verabredet und
ich hoffe jetzt das seine Anreise gut Funktioniert hat.
Müde erreiche ich die Refuge um kurz nach
neun. Ein paar Gäste sitzen noch beim Abendessen- von Olaf keine Spur...... . Dann
kommt er die Treppe herunter und rutscht erstmal auf Socken die Stufen
polternd runter. Nicht
passiert!. Es gibt einiges zu erzählen und so setzen wir uns zusammen. Ich
bin ziemlich kaputt- immerhin insgesamt 3800 Höhenmeter überwunden und
22km gelaufen. Ich bin daher richtig froh das der Wirt trotz
der späten Zeit noch in die Küche geht und mir ein paar Hähnchenschenkel
brät.
|
Lange weglose Passagen durch
Blockfelder, steile Pässe, wenig Markierungen.
Der Pfad ist in der Editorial
Alpina: Karten (z. B. Maladeta) und
Topo Pirineos 4
durchgehend eingezeichnet
|
Tourdauer:
13:12 Std.
höchste Höhe:
2921m
Bergauf: 1484m
Bergab:
2285m
Länge: 22,6km
5. Etappe-11.09.2011- Refuge de Conangles- Bivac in der unterhalb des
Estanie Roi, an Punkt 2267m
Kartenausschnitt Fotos 4. Etappe Höhenprofil 4.Etappe.gpx
(Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
Tourdauer:
7:15 Std.
höchste Höhe:
2485m
Bergauf: 1173m
Bergab:
441m
Länge: 11,1km
|