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Ausrüstung zu Mehrtageswanderungen/ Trekking in den Pyrenäen
 
Einleitung
 
Ein paar Tipps und Überlegungen zur Ausrüstung, bezogen auf die Pyrenäen-
mit ein paar Anpassungen können die grundlegenden Gedanken auf viele Touren in der wärmeren Jahreszeit übertragen werden.
 
Auf den Wanderwegen wie GR10, GR11, HRP z.B. in den Pyrenäen  wird sicher nicht die "spitzen" Ausrüstung benötigt (Was immer das ist- da kann wieder diskutiert werden). Eine moderne Ausrüstung gibt aber Sicherheit bei jedem Wetter, ein guter Wetterschutz ist Pflicht in den Bergen. Und das Gewicht des Rucksackes spielt immer eine Rolle.
Im Netz gibt es etliche Seiten die sich mit Ausrüstung beschäftigen,  z.B.-
Die Outdoorseiten
oder
Das Trekkingforum
und Tipps für die Ultraleicht Fans gibt unter anderem bei
Trekking Ultraleicht
 
Grundlegende Informationen zur Ausrüstung gibt es z. B. auch bei der
"Globetrotter Kaufberatung"
 
 
Zum grübeln und spielen gibt es daher hier eine Rucksack Packliste zum Download-  als PDF oder in Excel
Meine aktuelle Packliste (Excel) - zum Download
 
 
oder hier als PDF

 
Einige Dinge müssen aber bei jeder mehrtägigen Wanderung eingepackt werden, für andere Sachen muss ein wenig überlegt werden.
Pflicht im Rucksack ist:
  • ein Wind- und Regenschutz
  • warme Zusatzkleidung
  • eine Rettungsfolie/ Bivacsack oder ähnliches
  • Wasser und etwas zu Essen.
  • Karte  und Kompass,
  • Pflaster etc. für Verletzungen
  • Taschenlampe
  • Ausweis ,Geld ....
Alles andere muss entsprechend der geplanten Tour eingepackt werden:
  • wird in Hütten geschlafen, oder draußen
  • wird in den Hütten gegessen , gibt es dort etwas zu Essen?
  • Brauche ich Wechselkleidung?
  • Wie oft kann ich Nahrungsmittel nachkaufen?
  • In welcher Jahreszeit bin ich unterwegs?
  • Wie unabhängig möchte ich sein?

Entscheidungen, Tipps
Für Wanderungen in der wärmeren Jahreszeit ( Anfang Juni - Oktober)
 
Alles Nutzloses
muss raus, nur Sachen mitnehmen die wirklich benötigt werden. Und das ist eine schwierige Entscheidung, der eine braucht etwas zu lesen, der nächste noch ein T-Shirt, der andere ein großes Zelt der nächste ein kl. Tarp......

Zelt/ Tarp oder Hütte,
Je weniger im Rucksack je leichter wird die Wanderung Die Entscheidung ist schon mal
Nehme ich ein Zelt, Kocher etc. mit oder nicht, schlafe ich in den Hütten (Refuges- Refugio) oder einer Gite d' Etape oder im Zelt (oder unterm einem Tarp/ Tarptent)?
In den Pyrenäen kann mit vorausschauender Planung auch ohne Zelt gewandert werden. Ich bin aber gerne unabhängig und nehme ein Zelt mit. Ich habe keine Lust Tags zu grübeln ist die Hütte voll..... . Je nach dem wie ich mich fühle, dem Wetter und ob es überhaupt erlaubt ist zu Zelten entscheide ich mich- Hütte oder Zelt.
Es ist  unbeschreiblich und intensiv draußen zu Übernachten, das Zelt hört für mich in den Rucksack. Wer auf die Hütten angewiesen ist, sollte in der Session und an viel besuchten Orten besser Reservieren- ein bis zwei Tage vorher sich telefonisch anmelden.

Kocher /Töpfe
Wer nur in bewirtschafteten Hütten übernachtet und dort auch isst braucht keine.
In einigen unbewirtschafteten Hütten stehen Kocher und Töpfe bereit, aber nicht in jeder- dort müssen Kocher und Töpfe mit

Schlafsack
Hüttenübernachtung
Auf den bewirtschafteten Hütten wird kein Schlafsack benötigt, es liegen Decken bereit. Wer die nicht mag oder schnell
friert nimmt ein Schlafsackinlett oder einen leichten Schlafsack mit. Auf den unbewirtschafteten Hütten liegen manchmal Decken aus - aber eben nicht immer-  also hört ein Schlafsack ins Gepäck. Matratzen sind in den unbewirtschafteten Hütten nicht die Regel.
Zeltübernachtung/ Temperaturbereich
Mit einem Schlafsack knapp um 0° Komfort Temp. ist man im Sommer auf der sicheren, warmen Seite, auch wenn die 0° sicherlich selten erreicht werden.
Im September/ Oktober braucht man schon einen Schlafsack bis ca. - 10°. Mitte September 2005 war es beim ersten Wintereinbruch -8° ( auf 2500 m, Refuge de Portillon).
Falls in den Tälern übernachtet wird, geht es auch mit etwas weniger Temperatur Reserve. Und wie immer- es kommt auf das Wetter an, es gibt wärmere  und kältere Jahre.

Kleidung
Ein T-Shirt trage ich zum Wandern, ein anderes  für den Abend. Socken hören bei mir zwei Paar mit- eins zum Wechseln. Ebenso Unterhosen, eine am Körper und eine frische. So oft ich kann Wasche ich die T-Shirts/ Unterwäsche und die Socken. Falls es kühler wird  ziehe ich ein Hemd aus Funktionsfaser dazu an, und wenn es kalt ist oder für den abend noch einen Fleecepullover (150er). Wenn es kalt und windig ist hilft die Regenjacke.
Hosen- 2009 sparte ich mir die Wechselhose- dieses Jahr kommt wieder eine mit. Am Abend in der verschwitzten Wanderhose zu sitzen war nicht mein Ding. Jetzt versuche ich es mit einer 3/4 Laufhose zum Wandern, und für Abend mit einer dünnen Meru "Yokohama". Wenn's kühl wird können Laufhose, Meru und Regenhose übereinander getragen werden.  Ab Ende September würde ich mir noch eine lange Unterhose einpacken.  Für den Kopf habe ich immer eine Hut mit, schützt vor Sonne , Regen und wärmt etwas falls es kühl wird und der Schweiß läuft mir nicht ständig übers Gesicht. Außerhalb des Hochsommers sind ein paar leichte Fleecehandschuhe nützlich. Ein Buff wärmt den Hals und die Ohren wenn mal ungemütlich ist.
Regen
Ich lief oft durch den Regen, daher gehe ich ohne Regenjacke und Hose nicht in die Pyrenäen, im Hochsommer - Juli /August würde ich über die Regenhose noch mal grübeln. 

Nahrungsmittel,
An den Berghütten gibt es meist nur Kleinigkeiten zu kaufen- Schokolade, Mars... .
Ich plane so das ich nach 4 Tagen Einkaufen kann.
Ich nehme mit:
Für das Frühstück:
- Tee oder Cappuccino, Käse ,Wurst und Brot (Baguette)
Über den Tag:      
- Käse ,Wurst, Schokolade, Brot (Baguette)
Abends:              
 - Knorr Spaghetteria oder ähnliches, ein Beutel reicht für mich Abends. Ab und zu leg ich noch Wurstscheiben oder mitgebrachtes Gemüse ein.
Zur Belohnung, ab und zu, Nachtisch ,- z.B. Mondamin Pudding Zauber, nur mit heißem Wasser anzurühren, super bei schlechtem Wetter und einem anstrengenden Tag, hebt wieder die Stimmung.
Wasser
Das Wasser aus den Bächen ist problemlos Trinkbar. Aufpassen muss man natürlich bei Weideland, unterhalb von Ortschaften etc. .
Oben in den Bergen ist das Wasser aber sauber. Zur Sicherheit nehme ich Entkeimungstabletten (z.B. Micropur Forte) mit, weidende Schafe gib es auch über 2000m.  Mit der nötigen Beobachtung des Wassers und der Umgebung wird es aber keine Probleme geben.  Bisher lief bei mir alles glatt- (Durchfallmäsig). Anderthalb Liter Wasser im Ruchsack reichen normalerweise aus. Die Flasche sollte bei jeder Möglichkeit gefüllt werden. Bei sehr heißem Wetter und je nach geplantem Übernachtungsort (ist ein Bach oder eine Quelle in der Nähe?) muss mehr mitgenommen werden.

Steigeisen, Grödel
Nehme ich keine mit, zu den Zeiten in denen ich Unterwegs bin (meist August/ September), sind die Schneefelder mit der entsprechenden Vorsicht kein großes Problem. Falls die Bedingungen so schlecht sind, das Steigeisen nötig werden, werde ich absteigen und niedrigere Wege gehen.

Nicht im Rucksack:
Wanderstöcke, sind mittlerweile voll akzeptiert, die viele/ die meisten gehen nicht ohne. Sie geben im schwierigen Gelände, mit schweren Rucksack Sicherheit, schonen die Knie und sparen Kraft. Schuhe, bisher nutzte ich B/C Schuhe- die dadurch auch immer an der 2kg Grenze kratzen, jetzt versuche ich mal ein paar A/B Schuhe... mal schauen wie es damit klappt.
Die Kamera trage ich links am Hüftgurt befestigt, sie ist gut und schnell zu erreichen. Kompass und Filter (Für die Kamera) sind ebenso in einer kleinen Tasche am Hüftgurt.
Damit ich die Karten nicht ständig aus dem Rucksack kramen muss und das entfalten auch lästig ist, drucke ich  die Umgebung meiner geplanten Strecke  mit TTQV auf DIN A4 -1:25.000- aus (Mittlerweile habe ich viele Digital) Die Ausdrucke der Tagesetappe stecke ich in eine Klarsichthülle. Für den großen Überblick, oder um auf Tour  evtl. eine andere Strecke zu suche, nehme ich immer die entsprechenden  Karten der "editions-sudouest- Rondo Editions" als Backup mit.
Zum Wasser Nachschub benutze ich einen  Platypus 2,4L Trinkbeutel mit Trinkschlauch, auch damit entfällt das lästige Rucksack absetzten und aufsetzen. Außerdem ist das System  leicht. Eine 1L Platypus ist als Ersatz im Rucksack, oder falls es einfach Nötig ist mehr Wasser mit zu nehmen. Normaler weise sind 1,5L im Rucksack- je nach Wetter, Übernachtungsort, Nachschubmöglichkeit trage ich mehr.
 
 
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